Cannabis und der innere Schweinehund

Meine sehr verehrten Leser,

jeder kennt ihn, den „inneren Schweinehund“, und das sogenannte „Innere Kind“. Sie verführen dazu, Eigensinn über Vernunft herrschen zu lassen.

Sie bringen dich dazu, nur zu träumen, statt die Träume zu realisieren. Sie lassen einen doch nochmal eine Tüte Chips aufzumachen, obwohl man sich am Vortag selbst versprochen hat, keine ungesunde Sachen mehr zu essen.

Ich denke jeder kennt diese „inneren Konflikte“. Mit dem Verstand kann man dagegen arbeiten und Dinge aktiv nach seinen eigenen Wünschen gestalten, aber wenn sich erst mal eine Gewohnheit längere Zeit eingeschlichen hat, dann ist es relativ schwer sie überhaupt wahrzunehmen, geschweige denn realistisch einzuschätzen. Und hier kommen wir zum springenden Punkt:

Obwohl doch die meisten Cannabis-Konsumenten ihr Konsummuster recht gut im Griff haben, und kein Anlass zur Sorge besteht, gibt es aber auch die anderen, die schneller als andere und ungewollt in ungesunde Muster rutschen. Was nicht heißt dass diese Gruppe willensschwächer wäre als die andere, aber Menschen reagieren einfach sehr unterschiedlich auf Substanzen, selbst Schmerz wird sehr unterschiedlich wahrgenommen.

Deswegen der Ratschlag an diejenigen die sich von Cannabis all zu leicht in Bann ziehen lassen, ist das Gras nicht im selben Raum aufzubewahren wie der Raum in dem man sich die meiste Zeit aufhält. Sich selbst für den Tag nur eine ganz bestimmte Menge zu zuteilen und auch nicht nochmal ins Glas zu grapschen an diesem Tag. Idealerweise steigt man überwiegend oder zeitweise komplett auf CBD Blüten oder auf CBD Kristalle um, da diese kein THC beinhalten

Ich veranschauliche es mal mit einem Maus-Beispiel: Wenn die Maus zwar gerne auf THC ist, aber jedesmal durch 2 Labyrinthe laufen, und ein paar Meter schwimmen muss, bevor sie einen einzigen Shot THC abbekommt, geht sie sich definitiv weniger oft THC Shots holen, als diejenige Maus die sich nur zur Seite rollen muss um nochmal einen Shot abzubekommen. Welche Maus wird wohl zuerst THC abhängig sein und ihre Gras Toleranz durch die Decke schießen lassen?

Wenn man auf dem Sofa sitzt und sein Gras und seinen Verdampfer oder seine Bong ständig vor sich stehen hat, wird man unterbewusst getriggert, das Thema ist dadurch ständig präsent und kommt auch leichter ins wache Bewusstsein, was wiederum Begierde auslöst, nochmal eine Dosis zu konsumieren, und man kann das ja auch gedankenlos machen, nichts hindert einen, und ehe man sich versieht hat man schon wieder zu viel konsumiert. Das ist das selbe wie bei Süßigkeiten, da sagt man ja auch Dinge wie: „Ich muss das jetzt wegpacken sonst ess ichs auf“. Oder „Oh, schon leergegessen, ups.”. Wenn man Sie denn lässt, essen Kinder auch gedankenlos einen Haufen Süßigkeiten, bis sie nicht mehr können. Bei uns Erwachsenen und dem lieben Cannabis hat das wahrscheinlich eine ähnliche Beziehung.

Da Cannabis auch ein Genussmittel ist, müssen wir aufpassen dass unser Unterbewusstsein, der innere Schweinehund und unsere Gewohnheiten uns nicht dazu bringen, mehr Cannabis zu konsumieren, als wir eigentlich wollen. Die glückseelige Gedankenlosigkeit und geistige Unbeschwertheit die manchmal mit dem Cannabis Konsum einhergeht, ist ein idealer Nährboden um sich schlechte Angewohnheiten und Konsummuster anzueignen, Man sollte also viel Selbstreflektion betreiben und ehrlich zu sich selbst sein, wenn man ein Problem hat. (Das gilt aber für alle Drogen und „Suchtfallen“, wie z.B Gaming, Glücksspiel, Fernsehen, Süßigkeiten, Drogen usw.)

Hier ein paar Tricks und Tipps:

  1. Cannabis nicht dort aufbewahren, wo man sich die meiste Zeit aufhält.
  2. Konsumgeräte nach einzelner Dosis wieder „aufräumen“, so dass man sie nicht mehr sieht.
  3. Nach Konsum lüften, so dass es nicht mehr riecht.
  4. Kein Gras offen herumliegen lassen, so dass man es nicht riecht oder sieht.
  5. Für jede Dosis extra mit der Schere nur soviel schneiden wie man für diese 1 Dosis braucht, also keine „Mische“ vorbereiten. Jedes mal aufs neue wieder nur 1 Dosis
  6. Idealerweise trennt man Tabak und Cannabis. Entweder das eine oder das andere. Tabak verschleiert die Graswirkung unnötig und mindert die pure klare Cannabis Wirkung.
  7. Cannabis verdampfen statt zu rauchen ist viel wirkungsvoller sowie gesünder und spart bis zu 75% Gras. Außerdem ist die Wirkung besser.
  8. Es sich selbst möglichst schwer machen „einen zu rauchen“, denn dann wird man nur noch einen rauchen, wenn man wirklich unbedingt will und nicht einfach gedankenlos einen nach dem anderen rauchen.
  9. Immer erst dann 1 mal rauchen/vapen gehen wenn man fertig ist mit sinnvollen und selbstgewählten Aufgaben.
  10. Unbedingt mindestens einmal im Monat eine 3-7 Tage Abstinenz einhalten.

Mit diesen Tricks trainiert man sein Unterbewusstsein darauf, den Cannabiskonsum nicht als selbstverständlich anzusehen, bewusster zu konsumieren und den Konsum nicht zu stark in den Alltag zu integrieren. Man setzt sich selbst Hürden, die leicht einzuhalten sind.

Hier noch eine gute (Online) Entzugskur für Cannabis, (Anzeige) für diejenigen die Unterstützung suchen und für solche die vorbeugend informiert sein wollen über den Ablauf eines Cannabisentzugs.

Wenn man es nicht zum Alltag werden lässt wie das Atmen und es immer etwas besonderes bleibt, dann rutscht man nicht so leicht in schlechte Konsummuster und kann länger Freude damit haben.

Mit freundlichen Grüßen

Hanfprofessor

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